Zwei Monate Kroatien – meine persönlichen Highlights

Wenn ich in meinen Kalender auf den Tag genau ein Jahr zurück blicke, stechen mir sofort fünf Termine ins Auge die ich an diesem Tag wahrnehmen musste. Schaue ich heute in meinen Kalender ist dieser leer. Seit ca. drei Monaten findet man weit und breit keinen Kalendereintrag mehr und dieses zufriedene Gefühl, das sich bei diesem Anblick in mir breit macht zeigt mir, dass es die richtige Entscheidung war für diese Auszeit, diese Freiheit hart zu arbeiten und an unseren Traum, dem Leben auf dem eigenen Segelboot, zu glauben.

„The journey of thousand miles begins with a single step“

Für den Reisestart in Norditalien standen zwei Routen zur Auswahl. Fahren wir die italienische Küste relativ zügig entlang, oder nehmen wir uns Zeit für Kroatien? Ich bin wahnsinnig froh, dass wir uns für die zweite Variante entschieden haben :-).

Kroatien war somit das erstes Land, dass wir nach dem Refit in Italien ansteuerten und auch unser erster Schritt in Richtung Leben und Alltag auf einem Segelboot. Ich finde es wahnsinnig schön, kleine Abschnitte unserer Reise zu reflektieren und im Nachhinein meine Gedanken mit euch zu teilen und euch so noch ein klein bisschen mehr an unserer Reise teilhaben zu lassen.

An erster Stelle muss gesagt werden Kroatien hat tausend Mal mehr zu bieten als Cevapcici und die Krka Wasserfälle ;-). Da ich bereits mit meiner Familie ein paar wunderschöne Kroatien Urlaube gemacht habe, war ich besonders glücklich dieses Land jetzt auch einmal von der Wasserseite aus zu entdecken. Diese Möglichkeit Länder aus einer ganz anderen Perspektive und mit einem Segelboot zu erkunden, ist für mich die schönste Art zu reisen. Man entdeckt Orte die man bei einem klassischen Hotelurlaub wohl nie oder nur schwer finden und erreichen würde. Ich möchte mit euch in den nächsten Zeilen meine persönlichen Highlights der zwei Monate in Kroatien teilen.

Rovinj 45° 4′ 58″ N , 13° 37′ 59″ O

Rovinj hat mich mit der wirklich wunderschönen, farbenprächtigen Altstadt verzaubert. Man kann super vor Rovinj ankern und dann mit dem Dingi ganz bequem in den kleinen Hafen fahren. Wenn man durch die kleinen Gassen mit den vielen bunten Häusern läuft, fühlt man sich sofort wohl und möchte am liebsten gar nicht mehr weg. Dieses kleine Örtchen ist mir besonders in Erinnerung geblieben, da wir hier auch unser erstes Burek gegessen haben. Burek ist eine kroatische Leckerei die ihr unbedingt probieren müsst. Es handelt sich dabei um eine Art Blätter- bzw. Strudelteig der gefüllt mit Hackfleisch, Feta oder Spinat gegessen wird. Ihr findet das Gebäck eigentlich in jedem Supermarkt. Wir haben jedoch gemerkt, dass die Teilchen frisch und noch warm vom Bäcker um einiges besser sind. Ruben und ich waren abhängig 😉 von diesem leckeren Gebäck und wir haben es so oft es geht gegessen. Wenn ihr an Rovinj vorbeikommt, macht auf jeden Fall einen Halt, schnappt euch ein leckeres Burek und schlendert durch die wunderschönen Gassen.

Pula 44° 51′ 54″ N , 13° 50′ 25″ O

Da Ruben schon ein paar Segeltörns in Kroatien gemacht hat, kam von ihm gleich zu Beginn der Reise folgender Satz: „In der ACI Marina Pula kannst du dich auf die geilsten Duschen überhaupt freuen“. Es war also klar, dass wir uns auf jeden Fall eine Nacht im Hafen gönnen. Da wir auf der Benko die meiste Zeit nur unsere Solar-Dusche verwenden, die wir am Geräteträger befestigen, macht uns eine warme Dusche mit einer richtigen Brause immer beide wahnsinnig glücklich ;-). Ich hatte von Pula immer nur aus Erzählungen gehört, hatte aber noch keinerlei Bilder vor Augen. Schon nach dem Anlegen in der Marina kann man einen Blick auf das Amphitheater erhaschen. Wir haben uns gleich nach dem Anlegen auf eine kleine Tour gemacht und uns das Amphitheater und die Altstadt etwas genauer angeschaut. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Theater auch von innen zu besichtigen. Man erfährt viel über die Geschichte und den Olivenöl & Weinhandel in Kroatien. Beim weiteren erkunden der Stadt haben wir auch einen Platz mit Marktständen gesehen. Ich habe mich am nächsten Tag gleich in der Früh auf den Weg gemacht, um noch frisches Gemüse und Obst für die nächste Etappe einzukaufen. Auch für andere Besorgungen ist Pula wirklich super! Man erreicht alle wichtigen Geschäfte gut zu Fuß vom Hafen aus und es macht dazu auch noch Spaß durch die wunderschönen Gassen zu laufen.

Kornaten 43° 48′ 0″ N , 15° 19′ 48″ O

Nachdem wir weiter durch die kroatische Inselwelt gesegelt sind standen wir irgendwann vor der Frage ob unser weiterer Weg durch den Nationalpark Kornaten gehen wird oder wir eine andere Route wählen. Wir haben uns dann trotz der relativ hohen Nationalpark Gebühr doch entschieden die Kornaten etwas genauer anzuschauen ;-). Ein großer Dank geht hier auch nochmal an unsere Patrons, ohne eure finanzielle Unterstützung wären solche besonderen Erlebnisse nicht möglich.

Die Landschaft der Kornaten hat uns von Anfang an verzaubert. Man begibt sich für ein paar Tage in eine ganz andere Welt. Die klaren Linien der Inseln und die karge, steinige Landschaft zieht einen in seinen Bann. Die meisten Nächte haben wir allein in einer Bucht vor Anker gelegen und die Ruhe genossen. Man kann sich auf den Kornaten allerdings auch von Konoba zu Konoba bewegen. Das „Konzept Konoba“ kannten Ruben und ich noch nicht, wir haben aber recht schnell Gefallen daran gefunden ;-). Eine Konoba ist eine Art Taverne bzw. ein kleines Restaurant. Meist haben Konobas einen Pier oder ein kleines Bojenfeld an dem man festmachen kann, für das Anlegen zahlt man meistens nichts. Am Abend geht man dafür in der Konoba etwas essen und trinken. Da es sich bei den Tavernen meist um recht urige, kleine Restaurants handelt kommt man schnell mit Leuten ins Gespräch und es ist ein wirklich geselliges zusammensitzen.

links: weltbester Oktopus Salat
rechts oben: Thunfischpastete
rechts unten: Ihr seht wir hatten eine gute Zeit 🙂

Eine besonders entspannte Zeit hatten wir in der Konoba Koromačna. Wir haben uns durch Zufall an einer der Bojen vor der Konoba festgemacht und es war ein richtiger Glücksgriff. Wir wurden sehr freundlich empfangen und ich durfte sogar einen Blick in die Küche werfen und hab von einem leckeren selbstgeräuchertem Schinken (Dalmatinski pršut domaći) probiert. Am Abend haben wir dann den wirklich weltbesten Oktopus Salat gegessen (wir haben die komplette restliche Zeit in Kroatien immer wieder Oktopus Salate probiert, aber es ist keiner an diesen Salat rangekommen). Wenn ihr in den Kornaten seid macht auf jeden Fall Halt in einer der Konoba´s. Wir haben so einen super Einblick in die landestypische Küche bekommen und das ein oder andere Gericht ausprobiert.

Vinišće 43° 29′ 0″ N , 16° 7′ 0″ O

In Vinišće hat es uns so gut gefallen, dass wir gleich eine Woche in der Bucht vor Anker verbracht haben und ein paar Woche später sogar nochmal mit einem befreundeten Skipper in die Bucht für einen Stop gesegelt sind. Wir hatten wirklich großes Glück, dass durch Zufall eine Bekannte zur gleichen Zeit in ihrem Haus in Vinišće Urlaub gemacht hat. Lili ist Kroatin und quasi in Vinišće großgeworden. Ihr Vater hat das traumhafte Dorf mit aufgebaut und wir konnten eine Menge über diesen wunderbaren Ort erfahren. Wir haben vor allem in der einen Woche die großartige Gastfreundschaft der Kroaten erfahren dürfen und haben uns in Lili´s kleiner Oase richtig wohl gefühlt. Lili hat uns sogar unsere angesammelten Wäscheberge in ihrer Waschmaschine waschen lassen und wir durften auf ihrer wunderschönen Terrasse entspannen und wurden währenddessen auch noch mit allerlei kroatischen Köstlichkeiten verwöhnt. Ihr merkt das Thema Essen zieht sich durch meinen Blogpost ;-), wer von euch schon einmal in Kroatien war kann das aber bestimmt nachvollziehen :-).

Lili´s marinierte Sardellen

Ein Gericht das Lili uns zubereitet hat ist mir besonders gut in Erinnerung geblieben: Lili´s marinierte Sardellen (ihr könnt sie auch in der Fotocollage ganz links entdecken) und weil es so super lecker war und die Sardellen wegen des Olivenöls auch gut aufzubewahren sind, möchte ich euch das Rezept nicht vorenthalten. Danke Lili für diese wirklich unvergessliche Zeit in Vinišće.

Milna 43° 19′ 44″ N , 16° 26′ 52″ O

Der Hafenort Milna, der auf der Westseite der Insel Brač liegt, war eines unserer nächsten Ziele auf unserer Route durch Kroatien. Wie es der Zufall so will haben Lisa und Robert, gute Freunde von uns aus München, zur gleichen Zeit in Milna ihren Kroatien Urlaub verbracht. Da unser Boot während des Refits in Italien die meiste Zeit eine Baustelle war und nicht wirklich ein Ort für gemütliches Beisammen sitzen an Bord, haben wir noch gar nicht so vielen Freunden in live unser neues Zuhause zeigen können. Ich habe mich deshalb riesig gefreut Lisa und Robert endlich die Benko im Wasser zeigen zu können und es hätte keinen besseren Ort geben können als im wunderbaren Hafen von Milna, der direkt im Stadtkern liegt. Wir haben die zwei natürlich auch noch auf einen kleinen Segel Tagesausflug mitgenommen und ich würde behaupten, dass es einer unser schönsten Segeltage in Kroatien war. Wir haben Delfine gesehen, haben in einer tollen Badebucht halt gemacht und am Abend noch einen wunderschönen Sonnenuntergang an Deck erlebt.

Sonnenuntergang, Freunde, gute Drinks – was will man mehr 🙂

Es ist so ein tolles Gefühl Freunde und Familie an unserer Reise, dem Bootsleben und Segeln teilhaben zu lassen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr wenn uns Lisa und Robert auf dem weiteren Weg unserer Reise nochmal auf der Benko besuchen – dieses mal vielleicht sogar mit einer Übernachtung an Bord ;-).

Lastovo 42° 45′ 13″ N , 16° 52′ 20″ O

Je weiter südlich wir in Kroatien gekommen sind desto mehr veränderte sich auch die Landschaft. Ihr könnt euch noch an die Beschreibung der Kornaten erinnern, karg, gradlinig und sehr felsig. Unser zweiter Nationalpark in den wir gefahren sind war Lastovo, auf den Fotos könnt ihr schon sehen, karg trifft auf keinen Fall zu ;-). Wir sind in den Nationalpark hineingefahren und ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Es ist einfach unglaublich schön und hinter jeder kleinen Bucht befindet sich eine noch schönere. Das Wasser ist türkis und kristallklar und lädt zum schwimmen ein. Wir haben den Anker in der beliebten Bucht Jurjeva Luka geworfen. Die Bucht ist eigentlich immer sehr überlaufen, da wir aber antizyklisch zu den Charter-Booten gefahren sind hatten wir genügend Platz in der Bucht und konnten uns ein schönes Plätzchen aussuchen. Gegen Abend sind dann auch die Ranger mit ihrem kleinen Motorboot vorbeigekommen um die Nationalparkgebühr zu kassieren (diese ist um einiges günstiger als in den Kornaten). Die Ranger haben sich auch kurz mit uns unterhalten und noch ein bisschen Info Material dagelassen (Karten mit Wanderwegen, Sehenswerten, Konobas etc.). Dieses liebevoll gestaltete Kochbuch war auch mit dabei. Das kleine Büchlein haben wir auch jetzt noch an Bord und es erinnert uns immer wieder an die tolle Zeit auf Lastovo.

Jede Konoba aus der Umgebung hat hier ein Rezept aufgeschrieben und in einem kleinen Kochbuch zusammengefasst.

Wir haben bereits von Freunden den Tipp bekommen unbedingt in der Jurjeva Luka einen kleinen Landausflug zu machen. Man kann hier durch verlassene alte Militärbaracken laufen und in tiefe Munitionsbunker klettern – wirklich ein einmaliges Erlebnis. Kleiner Tipp: Unbedingt die Stirn- oder Taschenlampe einpacken ;-). Wenn ihr Lust auf eine kleine virtuelle „Lost Places Tour“ auf Lastovo habt schaut gerne auf unserem YouTube Channel vorbei.

Mrčara 42° 46′ 08″ N , 16° 47′ 22″ O

Ihr könnt es auf den Bildern sehen, türkises Wasser soweit das Auge reicht. Doch stopp…was macht denn die flauschige Fellnase zwischen den Bildern?! Ganz genau handelt es sich um Jon Snow, einen von vier Bewohner der Insel Mrčara ;-). Die kleine Insel liegt westlich von Lastovo und ich bin nur durch Zufall auf sie gestoßen. Ich war auf der Suche nach einer Konoba zum Abschluss unserer schönen Tage auf Lastovo und habe dann die Konoba Mrčara entdeckt. Diese Insel im Robinson Crusoe Style ist wirklich einmalig. Wir haben unseren Abend zusammen mit zwei anderen Seglern und zwei Gästen, die eine kleine Hütte auf der Insel gemietet hatten, verbracht. Der Chef der Konoba hat uns frischen Fisch und hausgemachten Kartoffelsalat serviert – eine Speisekarte gibt es hier nicht – was gefangen wird kommt auf den Tisch. Ab ca. 22 Uhr ist dann auch der Strom ausgegangen, das hat uns allerdings nicht gehindert noch bis spät in die Nacht bei selbstgebranntem Schnaps in einer lustigen Runde zusammen zu sitzen. In der Dunkelheit bin ich sogar noch einmal schwimmen gegangen, was für ein Erlebnis im dunklen Meer unter einem sternenklaren Himmel im Wasser zu plantschen ;-). Diese Nacht wird mir für immer in Erinnerung bleiben und sie ist bereits jetzt eine unserer Lieblingsgeschichten wenn wir von unserer Zeit in Kroatien erzählen.

Dubrovnik 42° 38′ 27″ N , 18° 6′ 32″ O

Vom entspannten Buchtenleben auf ins wilde Stadtleben…dachten wir uns auf dem Weg nach Dubrovnik… – Corona hat auch seine guten Seiten – Dubrovnik war wirklich menschenleer. Wir waren beide noch nie in der Stadt, hatten aber schon einige coole Geschichten gehört wie wunderbar sie ist. Wir haben in einer Marina die etwas vor Dubrovnik liegt festgemacht und sind am nächsten Tag gleich in der Früh mit dem Bus für ein paar Kuna nach Dubrovnik gefahren (die Haltestelle liegt direkt neben der Marina). In Dubrovnik angekommen, mussten wir sofort an die Bilder und Videos denken auf denen zu sehen ist, wie voll diese Stadt sonst ist. Die Leere war aber einfach nur zum genießen und wir sind in aller Ruhe durch die beeindruckende Altstadt und die vielen kleinen Gassen gelaufen. Man fühlt sich sofort in eine andere Zeit versetzt und wir hätten es noch viel länger an diesem tollen Ort aushalten können. Wir haben unseren Stop auch für ein paar kleine Erledigungen genutzt und nach einem kleinen Fußmarsch sogar einen gut ausgestatteten Drogeriemarkt gefunden :-). Dubrovnik hat uns wirklich beiden sehr gut gefallen und wir freuen uns diese Stadt irgendwann nochmal zu besuchen, wahrscheinlich dann aber nicht mehr so entspannt und leer.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Text noch etwas mehr an unserer Zeit in Kroatien teilhaben lassen und ihr habt vielleicht auch Lust bekommen eueren nächsten Segelurlaub in diesem schönen Land zu verbringen. Wir haben auf jeden Fall nach unseren zwei Monaten Aufenthalt gemerkt, dass es noch so viel in Kroatien zu entdecken gibt, was wir wahrscheinlich auch in der doppelten Zeit nicht geschafft hätten. Die zwei Monate haben mir aber einen tollen Eindruck von Land und Leuten gegeben und ich freue mich schon sehr irgendwann wieder dort zu segeln. Jetzt heißt es aber erstmal „auf nach Italien“ und viele weitere Erfahrungen sammeln, versteckte Orte entdecken, tolle Menschen treffen und die Zeit auf unserer Benko genießen.

Schön, dass du hier auf unserem Blog vorbeigeschaut hast.

XXX Steffi

2019 – Was für ein Jahr!

Ich kann es kaum glauben, aber das Jahr 2019 ist wirklich in ein paar Tagen schon wieder um und unsere große Reise rückt immer näher. Es ist so wahnsinnig viel im letzten Jahr passiert…vor allem der riesige Fortschritt, den wir bei der Renovierung unserer Benko gemacht haben, ist unbezahlbar und zaubert uns zum Ende des Jahre ein dickes Grinsen ins Gesicht. Ab und an scrolle ich durch unseren Instagram Feed oder sehe mir unsere Video Trailer an und jedes mal kommt bei vielen Videos oder Bildern das gleiche Gefühl in mir auf: WoW – stimmt, das haben wir ja auch am Boot verändert, oder – Wahnsinn, so sah das einmal aus… Dies möchte ich unter anderem zum Anlass nehmen, um euch mit diesem Blogpost einen kleinen Jahresrückblick zu geben und noch einmal revue passieren zu lassen, was wir im Jahr 2019 zusammen alles geschafft haben.

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Die Arbeiten, die wir in der ersten Zeit direkt nach dem Kauf der Benko durchgeführt haben, waren meist mit zerstören, rausreißen und ganz viel Dreck verbunden. In den ersten Monaten 2019, haben wir immer noch unter der riesigen Plane gearbeitet, in der die Benko eingepackt war. Das hat sich in dieser Zeit eher weniger nach einem Boot angefühlt und uns zu 100% ein Baustellen Feeling vermittelt 😉

Das hat sich zu Frühjahr des Jahres 2019 geändert und das ganze Jahr lief ab dann unter dem Motto „Aufbauphase“. Wir konnten endlich einzelne Baustellen final abschließen, neu gekauftes Equipment einbauen, die riesige Plane abnehmen, die Optik der Benko Innen sowie auch Außen verändern und zu guter letzt die Benko zurück ins Wasser heben lassen. Das hat Ruben und mich nach der langen Zerstörungsphase wirklich nochmal mehr motiviert und uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Es würde jetzt den Rahmen sprengen auf jede einzelne Arbeit noch einmal im Detail einzugehen (und glaubt mir – ich würde sie trotz Hilfe der Videos gar nicht mehr alle zusammenbringen ;-)). Ich habe mir jedoch für euch ein paar kleine „Schmankerl“ herausgesucht, die Ruben und mir im Jahr 2019 besonders in Erinnerung geblieben sind.

Jeder der unsere Videos mitverfolgt hat kann sich bestimmt an meine Lieblings Aufgabe zurückerinnern: DÄMMEN. Das Dämmen hat mich über Monate begleitet und ich kann nach dem letzten Jahr behaupten, dass ich fast zu jeder Tageszeit, bei jeder Temperatur, an fast jeder Stelle der Benko, gedämmt habe. Wie viele Cutter-Klingen und Pappunterlagen ich in dieser Zeit kaputt gemacht habe, weiß ich leider nicht mehr (ich habe irgendwann aufgehört zu zählen ;-)). Was ich aber weiß, ich bin verdammt stolz auf das Endergebnis und den Effekt der die Dämmung hat. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass ich das komplett allein durchgezogen habe und es auch funktioniert :-). Ich habe während des dämmens immer wieder festgestellt, wie gut sich die selbstklebenden Platten von Armacell verarbeiten lassen und muss zugeben, dass es vor allem aus diesem Grund die meiste Zeit Spaß gemacht hat :-).

So wie ich von der Dämmung, kann euch Ruben zum Thema ELEKTRIK ein Lied singen :-). Ruben hat euch bereits einem Blogbeitrag zu diesem Thema zusammen geschrieben (den Blogbeitrag findet ihr hier).
Ich möchte euch jedoch das Thema auch noch einmal aus meiner Perspektive beschreiben. Ich bin wirklich stolz auf Ruben, wie er sich anhand von Online Schulungen auf YouTube, Büchern oder über den direkten Austausch mit Personen so viel Wissen in so kurzer Zeit angeeignet hat und dadurch alleine innerhalb von kürzester Zeit die komplette 12v Anlage auf der Benko überarbeitet hat. Das beste an der ganzen Sache ist, dass vom tollen Lichtkonzept im Innenraum der Benko, der kompletten Verkabelung im Mast, über den Anschluss unserer Batterien im Motorraum wirklich alles funktioniert. Ich bin froh, dass Ruben hier so den Überblick hat und wir jetzt ein super funktionierende 12v Anlage auf der Benko haben.

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Eine Baustelle, die uns beim Refit wirklich viel Zeit und Nerven gekostet hat war unser DECK. Ihr könnt euch vielleicht noch daran erinnern, wie wir die ersten Löcher entdeckt haben und Ruben dann im Hochsommer 2018 den größten Teil des Teak Decks alleine weggehebelt hat. Unser Deck hat dann nach und nach immer mehr Form angenommen. Wir haben es nach dem Sandstrahlen wieder komplett neu aufgebaut. Es wurde lackiert und zu guter letzt haben wir uns entschieden den Decksbelag Kiwi Grip zu streichen. Mit dem Ergebnis unsere ersten Lackierarbeiten und der Wahl des Decksbelags sind wir immer noch sehr zufrieden :-). Die Arbeit und das lange durchhalten unter der Plane hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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Gegen Ende des Jahres haben wir uns dann ans UNTERWASSERSCHIFF gemacht. Das Unterwasserschiff wurde ja bereits im Vorjahr gesandstrahlt und wir hatten von daher genug Zeit, uns mit dem Thema Antifouling zu beschäftigten. Wir haben uns dann am Ende für ein ganz bestimmten Unterwasseranstrich entschieden und zwar Copper Coat. Copper Coat wird in mehreren Schichten, nass in nass aufgetragen und eins kann ich euch versprechen, man weiß am Ende des Tages was man getan hat – Muskelkater und ein Kirchturmgrünes Gesicht inklusive ;-).

IMG_1589.jpgAus diesem Grund sind wir nochmal doppelt dankbar, dass wir beim streichen und späteren Anschleifen fleißige Helferchen mit dabei hatten.

Natürlich gab es im letzten Jahr auch Aufgaben, die wir ohne die Hilfe von Dritten nur schwer hätten schaffen können. Ihr wisst, uns ist es wichtig, dass wir so viel wie möglich selbst auf der Benko erneuern, allerdings haben wir uns bei manchen Bereichen dann doch lieber einen Experten dazu geholt :-).

Die LACKIERUNG unserer Benko. Vorab muss ich noch einmal erwähnen, dass dies für mich zu den motivierendsten Ereignissen im letzten Jahr gehört hat. Die Benko war  lange gar nicht sichtbar und unter der Plane versteckt. Als wir dann die Plane abgenommen haben, war ein blaues Schiff zu sehen, dass von außen jedoch ziemlich mitgenommen aussah.
Für ein paar Wochen ist die Benko dann in den Lackierer-Hallen unterwegs gewesen und als wir dann das erste mal einen Blick auf das Ergebnis werfen konnten, waren wir wirklich baff. Es ist erstaunlich, wie eine frische, schöne, neue Lackierung ein Boot so verändern und aufwerten kann. Die Jungs haben hier wirklich eine super Arbeit geleistet.

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Einige weitere Arbeiten in 2019, die wir ohne Experten nicht so gut hinbekommen hätten, möchte ich hier auch noch erwähnen:

  • Unsere Gasanlage und noch viel mehr. Danke Gregor für dein Hilfe und das du uns in den letzten zwei Jahren immer für Rat und Tat zur Verfügung gestanden bist.
  • Rigging & Ruder. Grazie an Vieri für die tolle Arbeit an unserem Ruder und dem Rigging.
  • Organisation von Sandstrahlen & vielen weiteren Fragen. Danke Mike für deine Hilfe bei einiger Arbeiten, die wir in 2019 auf dem Trockendock durchführen lassen haben.
  • Unsere Segel, Bimini und Sprayhood. Vielen Dank an Jana und Sascha von Sailservice Germany, die uns mit ihrem super Service und der guten Qualität immer wieder begeistern. Wir freuen uns schon auf unseren ersten Segeltörn mit dem neuen Segel.
  • Matratzen im Bug, Polster im Salon. Hier geht ein großes Danke an meine Mama, die sich teilweise spät Abends noch Stunden hinter der Nähmaschine verbracht hat, um alles fertig zu stellen.

Danke auch an alle Arbeiter in der Cantieri die Aprilia, die uns immer mit einem freundlichen Lachen begrüßt haben und die Benko ohne Schäden auf dem Gelände mit dem Kran bewegt haben :-).

Und zu guter letzt möchten wir uns natürlich bei allen Bedanken, die uns im letzten Jahr persönlich, über YouTube, Instagram, Facebook, per E-Mail begleitet und motiviert haben. Ein großes Dankeschön gilt an unsere Patrons – wir wissen euren finanziellen Support wirklich zu schätzen.

Wir wünschen euch ein gesundes, glückliches Jahr 2020!

Wir freuen uns auf alles was noch kommt und teilen dies natürlich weiterhin mit euch.

Alles Liebe

Steffi

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Hühnchenbrust & Erste Hilfe an Bord ?

Hey Leute,

im März diesen Jahres bzw. genau genommen vor zwei Wochen konnte ich endlich mein Geburtstagsgeschenk einlösen, dass ich letztes Jahr von Ruben bekommen habe. Ihr seid gespannt was das genau war und warum ich diesem Geschenk gleich einen ganzen Blogpost widme ;-)? Dann will ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Es war der Kurs „Medizin an Bord“ von Seadoc.de der in den Räumlichkeiten der JOJO Wassersportschule in München stattgefunden hat. Ein Erste Hilfe Kurs zum Geburtstag? mag vllt. erstmal etwas „unsexy“ klingen, ich habe mich aber wie ein Schnitzel gefreut und zuerst gegoogelt, was der Kurs denn alles beinhaltet.

Der Kurs fand an einem Wochenende statt also zwei Tage, einmal am Samstag von 10-19 Uhr und am Sonntag von 10-16 Uhr. Klingt auf den ersten Blick lange, aber ich kann euch sagen so schnell ist die Zeit außerhalb der Benko-Refit-Wochenenden schon lang nicht mehr verflogen ;-).

Der Kurs war gut besucht und nach einer kleiner Vorstellungsrunde auch seitens unseres Kursleiters Dr. Fabian Steffen der selbst begeisterter Segler, Intensiv- und Rettungsmediziner und ausgebildeter „Notarzt-See“ ist, freuten wir uns umso mehr auf zwei lehrreiche, spannende Tage.

Ich hoffe ihr versteht, dass eine detaillierte Zusammenfassung der kompletten zwei Tage den Rahmen des Blogpost sprengen würden ;-). Ich möchte mit euch jedoch gerne ein paar meiner Gedanken sowie ein paar Bilder die während des Kurses entstanden sind teilen.

20190330_150140.JPGFoto: Mareike – vielen Dank dafür 🙂

Wenn ich an Alltagssituationen denke ist man doch meistens recht schnell dabei sich einen Rat in der Apotheke um die Ecke zu holen oder gleich einen Arzttermin zu vereinbaren. An Bord ist dies allerdings oft nicht möglich und man ist erstmal für Stunden oder sogar auch Tage auf sich allein gestellt. Eines sollte man doch immer beachten und das war ein Satz den uns Fabian ganz am Anfang des Kurses mit auf den Weg gab: „Ihr sind Laien und keine ausgebildeten Ärzte“. Ziel des Kurses ist es im schlimmsten Fall auch als Laie eine Erstversorgung und die Versorgung bis zum Eintreffen von professioneller Hilfe als durchzuführen zu können.

Ein Fragen-Schema, dass ich wirklich super finde (da man es sich auch recht easy merken kann 🙂 sind die sogenannten Immer-Fragen, die Fabian uns mit auf den Weg gegeben hat und während des Kurses immer und immer wieder wiederholte. Die folgenden vier W-Fragen sind die Basis und sehr wichtig um sich einen ersten Eindruck der Lage von einer kranken bzw. verletzten Person bei Bewusstsein zu schaffen:

  • Was?
  • Wo?
  • Wie?
  • (seit) Wann?

Ergänzend zu diesen Fragen sollten auf jeden Fall auch immer Vorerkrankungen, Allergien und die evtl. Einnahme von Medikamenten abgefragt werden.

Dieses vier W-Fragen habe ich mir ganz groß vorne in meinen Notizblock notiert, weil dies die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen ist die man in einer solchen Situation treffen muss.

Nun aber zurück zum weiteren Ablauf des Kurses. Der Kurs war wirklich super aufgebaut und es gab keine zu langen Theorie-Phasen sondern wir durften auch richtig viel in der Praxis ausprobieren :-). Vom Blutdruck messen über Wundverbände anlegen, Spritzen geben, Infusionen legen…war wirklich alles dabei. Mein persönliches Highlight war das setzen einer Naht bei klaffenden Verletzungen. Hierzu möchte ich aber auch noch einmal betonen, dass es grundsätzlich keine empfohlene Vorgehensweise ist eine Wunde als Laie selbst zu nähen. Das Risiko Bakterien in die Wunde einzuschließen ist viel zu groß. Wundränder die bei einem Sturz etc. entstehen sind in den meisten Fällen nicht glatt sondern die Hautränder sind ungerade und daher ist hier aller größte Achtung geboten. Fabian wollte uns mit dieser Praxisübung vor allem zeigen wie schwierig es ist eine sterile Umgebung zu schaffen sowie das OP-Besteck richtig zu führen um eine Wunde als Laie zu schließen. Ich möchte euch doch an unserem kleinen Versuch teilhaben lassen und habe deshalb ein paar Fotos von unserem verletzten Hühnchen beigefügt ;-):

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Hier seht ihr das sterile OP-Besteck. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwierig es ist hier erst einmal alles zu deponieren ohne irgendetwas zu berühren. Stellt euch das mal auf einem Segelboot bei Wellengang vor?

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Ruben bei der Hühnchen OP-Vorbereitung 😉

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Hoch konzentriert – der erste Stich 😉

 

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Sieht doch ganz okay aus ;-)?

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Hühnchen „gerettet“ (fast) ;-). Wir überlegen uns das dann nochmal mit dem Nähen auf der Benko ;-).

Am Abend gingen wir mit einer Menge an neuem Wissen nach Hause und gönnten uns erstmal ein leckeres Abendessen bei dem nochmal das ein oder andere Thema diskutiert wurde :-).

Ausgeschlafen starteten wir in den zweiten Kurstag. Da der zweite Tag nicht mehr so viele zeitaufwändige Praxisübungen beinhaltete konnten wir mit Fabian auch nochmal ein paar über Nacht entstandene Fragen zum Vortag klären und er erzählte uns auch die ein oder andere super interessante Anekdoten aus seinem Arzt-Alltag 😉 und seinem Aufenthalt in Afrika. Damit ihr aber einen kurzen Überblick bekommt welche Themen der zweite Tag beinhaltete habe ich diese hier noch einmal aufgeführt:

  • Leitsymptom Bauchschmerzen
  • Vorbereitung auf Reisen, Impfen, Infektionen
  • Tierbisse
  • Kommunikation und Bergung
  • lebensbedrohliche Situationen

Wie ihr also sehen könnt haben wir nochmal eine Reihe an interessanter Themen am zweiten Tag durchgenommen und den ein oder anderen AHA-Moment erlebt :-). Ich persönlich finde es wichtig medizinische Grundkenntnisse immer mal wieder aufzufrischen und bin von dem Angebot eines thematisch angepassten Kurs für die Medizin an Bord sehr begeistert. Solltet ihr auch eine längere Reise auf dem Wasser planen oder regelmäßig Charter-Urlaube machen kann ich euch einen solchen Kurs nur empfehlen. Und wie Fabian so schön sagte, es geht nicht darum aus euch in zwei Tagen medizinische Profis zu machen, sonder darum, dass ihr wisst was ihr in Notsituationen an Ersthilfe leisten könnt oder wo ihr in solchen Situationen nachlesen könnt.

Passen zum Kurs gab es die Medizintafeln „Erste Hilfe an Bord“. Die Medizintafeln werden auf jeden Fall zusammen mit einem strukturierten Ordner mit wichtigen Unterlagen einen Platz auf der Benko bekommen. Ruben und ich hoffen aber natürlich, dass wir das rote Buch fast nie auspacken müssen :-). Unter anderem enthalten die Medizintafeln eine eine Medikamenten-Tabelle in der die wichtigsten Medikamente aufgeführt sind die man bspw. für Törns unter/über 24h oder Langfahrten an Bord haben sollte. Diese Tabelle finde ich wirklich super hilfreich und kann ich nur empfehlen.

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Schön, dass du auf unserem Blog vorbeigeschaut hast. Wir freuen uns auch immer sehr,  vor allem bei so wichtigen Themen, wenn du deine Erfahrungen und Meinungen zum Thema Erste Hilfe Kurse und im speziellen Erste Hilfe an Bord mit uns teilst.

Alles Liebe eure

Steffi xxx

Glücksmomente!

Was hat dich im letzten Jahr verändert, was hat dich glücklich gemacht, was hat dich wirklich viel Kraft gekostet, welche Erlebnisse waren deine ganz persönlichen Glücksmomente…?

Mit dem Beginn eines neuen Jahres lasse ich immer gerne einmal das vorherige Jahr Revue passieren und stelle mir genau diese Fragen. Meine Gedanken möchte ich in diesem Blogpost mit euch teilen und vielleicht den Einen oder Anderen anregen das Gleiche zu tun und für sich seine persönlichen Glücksmomente 2018 herauszufinden.

Ich hätte nie gedacht, dass wir unseren Traum vom eigenen Segelboot so nah kommen. Beim Durchforsten meiner Bilder auf dem Handy und der YouTube Videos, ist mir wieder bewusst geworden, was wir 2018 bereits alles an der Benko geschafft haben. Die Wochenenden und die Arbeit am Boot haben natürlich nicht nur bewirkt, dass wir ein großes Stück unseres Refits geschafft haben, sondern hat mich auch dazu gebracht manche Erlebnisse noch einmal im Nachhinein reflektieren zu lassen. Ich habe einiges gelernt….

Durchhaltevermögen – nicht immer gleich aufzugeben wenn etwas nicht klappt – über den Tellerrand zu blicken – Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen – über den eigenen Schatten zu springen – an seine eigenen Grenzen zu kommen – eine Menge Spaß zu haben bei Sachen, die zuerst nach weniger Spaß aussahen –  und sich vor allem immer wieder vor Augen führen, wie das Gefühl sein wird, wenn alles fertig ist :-).

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Es wäre gelogen, wenn Ruben und ich sagen würden, dass wir in 2018 alleine auf alle Fragen eine Antwort oder für Probleme eine Lösung gefunden haben. Ohne den Support unserer Familien wäre das alles nicht möglich und würde nur halb so viel Spaß machen. Es macht mich sehr glücklich, dass sie uns wo es nur geht unterstützen und sich für uns freuen, dass wir dieses Projekt zusammen umsetzen können. Unsere Freunde zeigen uns auch immer wieder, dass sie an unser Projekt glauben und es wo es nur geht unterstützen.

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Ein ganz großer Glücksmoment den ich 2018 erleben durfte war der Abschluss meines dualen Bachelor Studiums. Ich bin rückblickend immer wieder stolz und glücklich, dass ich mich vor drei Jahren dazu entschieden habe, diesen Weg einzuschlagen und mich für ein Studium neben dem Beruf zu entscheiden. Die Phase meiner Abschlussarbeit letztes Jahr habe ich vor allem durch die Unterstützung und Rücksicht meiner Eltern, meiner Schwester, Ruben, meiner Freunde und Arbeitskollegen erfolgreich meistern können. Für das aushalten meiner unausstehlichen Laune und dem Korrekturlesen möchte ich mich nochmal bei allen entschuldigen und bedanken ;-). Ohne euer positives Zureden,  hätte ich das alles nicht so gut hinbekommen. Ein Satz der mir vor allem im Gedächtnis geblieben ist lautet wie folgt: „Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig“ – Mark Twain. Mein Mark Twain war in diesem Fall meine Mama – Danke Mama :-)!

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2018 hat mir ebenfalls wieder gezeigt, dass ich großes Glück hatte meine bessere Hälfte Ruben kennengelernt zu haben. Ruben steckt seit Beginn unseres gemeinsamen Projekts so viel Leidenschaft, Energie, Zeit, Ideen und Freude in die Benko, dass man klipp und klar sagen muss – ohne ihn würde alles zu diesem Zeitpunkt nicht so fortgeschritten sein, wie es ist. DANKE für deine Ausdauer, deine Geduld, die ich manchmal durchaus auf die Probe stelle ;-), deine Motivation, die vielen lustigen Momente in 2018 und danke, dass ich mich immer in sämtlichen Lebenslagen auf dich verlassen kann.

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Ein weiterer Glücksmoment ist natürlich unsere „Sailing Benko Familie“. Es ist für mich beeindruckend wie viele Menschen sich für unser Projekt und unsere Videos interessieren und unsere Community Stück für Stück wächst. Das macht mich definitiv glücklich. Danke an die Personen, die uns über die verschiedenen Kanäle mit ihrem Zuspruch und ihrer Erfahrung unterstützen. Vielen Dank auch an die Menschen da draußen, die vllt. zu den „stillen“ Zuschauern unserer Videos gehören, uns aber mit einem Daumen nach oben glücklich machen und uns so zeigen, dass ihnen die Videos gefallen.

In 2019 wird es, wie auch in 2018, Herausforderungen geben, aber vor allem eine riesige Menge an neuer GLÜCKSMOMENTE, die wir weiterhin mit euch teilen möchten.

Ich wünsche euch, dass ihr selbst eure persönlichen Glücksmomente sammelt und freue mich auf ein tolles Jahr 2019!

xxx Steffi

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Die ersten Erfahrungen!

In den letzten vier Monaten ist so einiges passiert und ich möchte dies einmal zum Anlass nehmen und ein paar meiner Gedanken und Erfahrungen in einem Blogpost mit euch teilen.

Zuerst einmal möchte ich mich bei allen da draußen bedanken, die uns in den letzten Wochen mit aufmunternden Worten, konstruktiver Kritik oder auch mal mit einer komplett anderen Meinung zu einem Thema unterstützt und auch weitergebracht haben. Vielen Dank dafür! Für Ruben und mich ist es das erste Mal, dass wir so ein großes gemeinsames Projekt durchführen und ebenso das erste Mal, dieses mit der Kamera begleiten und mit vielen, fremden Menschen teilen. Wir haben jedoch großen Spaß daran, euch an diesem Projekt teilhaben zu lassen und sind weiterhin offen für all eure Kommentare. Es macht Spaß, vor allem die Erfolge, aber auch die kleinen bösen Überraschungen, die unsere Reinke mit sich bringt, mit vielen Menschen zu teilen und auch oft mal zu sehen, dass es anderen nicht viel anders ergeht 😉.

Und ja, wir haben aktuell einen vollgepackten „Renovierungskalender“ und ja, manchmal ist das Ganze auch tatsächlich richtig anstrengend. Wir freuen uns jedoch immer wieder am Freitag ins Auto zu steigen und nach Italien zu fahren. Für uns ist diese Distanz zum Alltag und zur gewohnten Umgebung, auch richtig gut um abschalten zu können. Jedesmal wenn wir in Italien ankommen denken wir, was doch nur fünf Stunden Autofahrt ausmachen können. Zack, ist man in einer komplett anderen Welt.

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Die schönen Momente haben in den letzten Monaten auf jeden Fall überwogen, jedoch hatte ich natürlich auch vor vielen Dingen großen Respekt. Gerade als Frau, die in den letzten Jahren vllt. ab und an mal einen Hammer oder eine Bohrmaschine in der Hand hatte, habe ich großen Respekt vor den Aufgaben und Geräten in den letzten Monaten gehabt. Aber man wächst mit seinen Aufgaben, und mittlerweile schwärme ich bei Ruben sogar schon über mein geliebtes „Bosch Power Tool“ 😉. Vielleicht denkt sich der eine oder andere unter euch immer noch, Frauen und Handwerken, Frauen und so ein großes anspruchsvolles Bootsprojekt. Aber ich muss sagen diese Gedanken sind komplett unberechtigt. Wenn man für eine Sache brennt, dann ist das wirklich komplett egal um was es sich handelt und ich finde es großartig, solche Erfahrungen zu machen und mich in manche Dinge reinzufuchsen, neue Dinge kennenzulernen und auch mal Fehler zu machen, aus denen man dann aber wieder lernt. Auch wenn ich Ruben vllt. manchmal etwas kirre mache, haben wir für alles immer einen Weg zusammen gefunden 😊.

Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Ich freue mich auf jeden weiteren Schritt der uns bevorsteht. Wir werden zusammen Höhen und Tiefen meistern und unsere Reinke zu einem Schmuckstück machen 😊. Viele von euch, die selbst schon einmal an einem zeitaufwendigen Projekt gearbeitet haben, wissen, dass man auch im privaten Umfeld Abstriche machen muss. Hier erfährt man wieder wie wichtig Familie und Freunde sind. Es wäre gelogen, wenn ich hier schreiben würde, dass es mir aktuell nichts ausmacht, die Grillparty oder die Geburtstagseinladung am Wochenende ausfallen lassen zu müssen, jedoch hat man im Gegenzug ein Ziel vor Augen. Wir versuchen so gut es geht unsere Familien und Freunde mit ans Boot zu nehmen und sind auch froh darüber, dass sie uns in der letzen Zeit so wahnsinnig unterstützt haben und wir immer wieder Zuspruch für unser Projekt bekommen.

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Wann habt ihr mal etwas gewagt, was ihr euch evtl. vor ein paar Jahren noch gar nicht hättet vorstellen können? Oder plant ihr gerade ein Projekt, dass euch auch alles abverlangt und in das ihr aber auch jede Minute eurer Freizeit hineininvestieren möchtet und dafür brennt? Wir freuen uns über eure Stories, denn zusammen macht das doch gleich viel mehr Spaß 😊!

Ich freue mich auf die weitere Zeit!

xxx

Steffi

 

 

Paar-Skippertraining – Wirklich?!

Die Zeit vergeht so schnell und zack ist es schon wieder Ende Juni. Ich möchte euch jedoch meine gesammelten Erfahrungen von unserem Paar-Skipper Training, das wir Anfang Mai 2018 absolviert hatten, nicht vorenthalten.

Auf den ersten Blick klingt ein Paar-Skippertraining eher etwas gewöhnungsbedürftig, zumindest ging es mir so, als Ruben mir den Vorschlag machte 😉. Wir haben uns jedoch für dieses Training entschieden, da es darauf ausgelegt ist bestimmte wichtige Manöver auch zu zweit durchführen zu können. Vor allem bei unserem letzten Segeltörn in Griechenland, den wir ja spontan zu zweit gemacht haben, ist mir und Ruben aufgefallen, dass mir bei vielen Sachen noch das Wissen und die Sicherheit fehlt.

Gesagt getan, wir haben uns für den einwöchigen Kurs bei Oceans Eleven angemeldet und waren schon super gespannt. An Bord sind bei diesem Skippertraining zwei Pärchen und der Skipper.

Der Starthafen war Palma de Mallorca und wir sind nach einem entspannten Flug bei Sonnenschein im Hafen von Palma angekommen und haben unsere Yacht „Kathy Cool“ in Empfang genommen. Wir waren die Ersten an Bord und haben uns deshalb auch gleich um das Verstauen der Verpflegung für die Woche gekümmert. Gegen Nachmittag ist dann auch das zweite Pärchen eingetroffen, mit denen wir uns auf Anhieb gut verstanden. Gegen späten Abend kam dann auch unser Skipper Rainer mit an Bord und die Crew für die nächste Woche war komplett. Wir saßen am Abend noch bei einem Glas Rotwein zusammen und unser Skipper Rainer fragte jedes Pärchen, was es sich denn als Ziel für diese Woche vorgestellt hat. Für Ruben und mich war es vor allem wichtig beim An- und Ablegen Sicherheit zu bekommen bzw. ein „Mann über Bord Manöver“ zu zweit zu fahren und einiges über die Kommunikation zu zweit an Bord zu lernen.

Am nächsten Morgen starteten wir mit ein paar lustigen Anekdoten zur Denkweise von Männern und Frauen in den Tag, die jeden aus der Crew zum Schmunzeln brachten 😉.

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Die Woche war im Großen und Ganzen so aufgeteilt, dass am Vorabend immer besprochen wurde wo es in den nächsten Tagen hingehen sollte und pärchenweise auch die Törnplanung erstellt wurde. Rainer war es vor allem wichtig, dass wir auch ohne elektronische Geräte unsere Tagesziele planen können. So griffen wir auf die klassischen Seekarten und das entsprechende Werkzeug zurück. Die ersten Tage waren für mich wahnsinnig anstrengend, doch es machte von Anfang an wieder riesig Spaß zu Segeln. Wir übten wie man am besten zu zweit Wenden und Halsen fährt, übten fast jeden Tag das An- und Ablegen und einen Tag mehrmals das „Mann über Bord Manöver“. An diesem Tag sagte sowohl Ruben als auch der Skipper Rainer zu mir, dass man deutlich gemerkt hat, wie der „Knoten“ in meinem Kopf geplatzt ist 😉. So war es auch. Durch das ständige Wiederholen hatte ich mittlerweile richtig Spaß am An- und Ablegen, das mir vor einer Woche immer etwas Bauschmerzen bereitet hatte. Rainer zeigte uns außerdem immer wieder mal Tipps und Tricks die einem das Leben zu zweit an Bord leichter machen. Einen Nachmittag übten wir zum Beispiel das richtige Werfen von Tauen, was vor allem beim Anlegen die halbe Miete ist.

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Ich merkte bereits während der Woche, dass mir viele Abläufe an Bord, von der Leinenführung, bis zu den  verschiedenen Segelstellungen, eigentlich die wichtigsten Zusammenhänge viel klarer geworden sind. Ich fühlte mich einfach viel sicherer und das wirkte sich auch auf die Kommunikation mit Ruben an Board aus. Wir konnten zum Ende der Woche mit wenigen Worten und einer ruhigen Stimmung die Segelyacht händeln.

Ich kann diese Art von Skippertraining wirklich jedem empfehlen, der vor hat, entspannte Urlaube oder sogar eine längere Reise zu zweit auf einer Segelyacht zu verbringen. Ich habe selbst gemerkt, wenn man die ersten Basics beherrscht, macht das Segeln und das Drumherum gleich nochmal doppelt und dreifach so viel Spaß 😊.

Vor allem eine Sache habe ich aus dieser Woche mitgenommen. Oft sind die Aufgaben zwischen Pärchen meist sehr unlogisch an Board aufgeteilt. Warum sollte die Frau, die viel weniger Kraft hat die komplette Leinenarbeit übernehmen und der Mann steht hinter dem Steuer? Jedes Pärchen sollte versuchen die bestmöglichste und sinnvollste Lösung für sich zu finden. Ruben und ich haben das auf jeden Fall in dieser Woche gelernt und im Anschluss in unserer zweiten Woche auf Mallorca umgesetzt – und es hat geklappt 😊!

Wir werden dieses Training nach unserem Refit mit der Reinke auf jeden Fall noch einmal wiederholen und ich freue mich jetzt schon drauf.

xx Steffi

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Is it a match? Unsere erste Bootsbesichtigung!

Fantastische News, Ihr Lieben!

Bereits seit ca. 1,5 Jahren durchforstet Ruben regelmäßig die größten Gebrauchtboot-Börsen im Internet. Anfang Januar 2018 war es dann so weit. Ruben stach ein super Angebot auf boat24 ins Auge. Der ursprüngliche Plan von uns war es, erst im Sommer 2018 ein Boot zu kaufen. Allerdings hat uns das Angebot so überzeugt,  dass wir in diesem Fall auf unser Bauchgefühl gehört haben und nach kurzer Planung am Ende Januar nach Muggia gefahren sind.
Wir starteten am Samstag in München bei etwas Schnee, fuhren dann durch Österreich, dass sich an diesem Wochenende in ein wahres Winterwonderland verwandelt hat. Von dort aus gelangten wir in die eher kahle und trockene Landschaft von Slowenien. Dieser unmittelbare Wechsel der Jahreszeiten hat uns beide sehr beeindruckt
Nach 6 Stunden Fahrtzeit kamen wir endlich, begleitet von schönstem Sonnenschein, in Muggia an.
Muggia ist ein italienisches Dorf mit ca. 13 Tsd. Einwohnern in der Nähe von Triest. Bereits nach den ersten paar Metern, die wir durch die kleine Innenstadt gefahren sind, war ich verliebt. Sofort stach uns der kleine Fischerhafen, der im Herzen der Stadt liegt, ins Auge.

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Nachdem wir unser Gepäck im Hotel San Rocco, das übrigens sehr schön am Hafen liegt, untergebracht hatten, machten wir uns sofort zu einer kleinen „Muggia-Besichtigung“ auf. Nach den ersten Schritten, die wir an der Strandpromenade entlang spazierten, war uns klar, wir sind wohl die einzigen Touristen in diesem Dörfchen 🙂 . Die kleinen Gassen und der Marktplatz waren alle mit bunten Fähnchen geschmückt. In diesem istrovenetischen Städtchen zelebriert man nämlich vom 23. Februar bis 1. März den „Carnevale Muggesano/Carneval de Muja“. Die Ursprünge des Festes gehen zurück ins 15. Jahrhundert, was sich in historischen Kostümen, mittelalterlichem Handwerk und Tanz widerspiegelt. Höhepunkt ist der Umzug mit Tausenden von Masken und den Motivwagen des „mato carneval“. Leider konnten wir dieses Spektakel nicht miterleben, da wir schon einen Tag vorher abreisen mussten.

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Natürlich gab es beim Abendessen, in der wirklich einzigen offenen Hafenkneipe, nur ein Thema: Wie wird unsere erste Bootsbesichtigung wohl ablaufen?
Ihr habt euch sicher auch schon gefragt, welches Boot wir uns denn überhaupt ansehen 🙂 . Natürlich möchten wir euch die ersten Fakten auch gar nicht länger vorenthalten: Here we go…

  • Hersteller: Reinke
  • Modell: Super secura
  • Baujahr: 2006
  • Rumpf-Material: Stahl
  • Länge: 11,70 m

Am Sonntag morgen ging es dann endlich los. Ruben und ich machten zuerst einen kleinen Bummel durch die Stadt, um uns ein Frühstück zu organisieren 🙂 . Wir folgten einfach den Einwohnern von Muggia, die mit Bäcker-Tüten die Gassen entlang liefen. Schon nach ein paar Minuten hatten wir leckere Mini-Pizzen und Schokocroissants in der Händen – jummy. Gut gestärkt, machten wir uns nun auf zum Hafen San Rocco.

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Da der Hafen sehr überschaubar ist, dauerte es auch nicht lange, bis wir die Reinke sahen.
Ok wir sind ehrlich 😉 … am Vortag hatten wir bereits einen Blick auf das Boot geworfen und es im Vorbeigehen etwas betrachtet. Das Bootseigner Paar begrüßte uns schon von Weitem und wir verstand uns sofort auf Anhieb. Ab dem ersten Moment an, fühlten wir uns beide richtig wohl auf diesem tollen Boot. Wir konnten in aller Ruhe Fragen rund um das Boot mit den Eignern klären und bekamen eine super Führung. Und so verflog die Zeit. Nach ca. 1,5 Stunden auf dem Boot waren erstmal alle wichtigen Fragen geklärt und wir unterhielten uns noch über ein paar private Dinge mit den Besitzern. Ruben und ich brauchten uns bloß gegenseitig anschauen und wir wussten, dass wir beide das gleiche dachten – Reinke wir können dich ziemlich gut leiden 😉 !

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Im Anschluss marschierten wir ziemlich aufgedreht und wahnsinnig happy durch die Marina San Rocco – wir hatten beide ein super Gefühl. Um den sonnigen Nachmittag noch etwas zu nutzen und unsere ersten Eindrücke zu besprechen, machten wir auf dem Heimweg noch einen Stop in Triest. Und ich würde sagen unsere glücklichen „After-Bootsbesichtungs-Gesichter“ sagen alles aus 🙂 .

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Seid auf jeden Fall gespannt, wie es mit der Reinke Super Secura und uns weiter geht. Wir halten euch auf dem Laufenden!

xx Ruben & Steffi

Hier auch das Video zu unserem Trip

Mein ganz persönliches 2017!

Die letzten Tage und Wochen sind wie im Flug vergangen. Der Trubel um Weihnachten, die Planung der Silvesterparty, die „unbeliebten“ Punkte auf der to do Liste noch schnell im alten Jahr erledigen – einfach nochmal Vollgas geben 🙂 . Vielleicht erging es dem ein oder anderen auch so von euch? Mir zumindest wird in den ersten Wochen des neuen Jahres meistens immer erst bewusst, dass bereits wieder ein so ereignisreiches Jahr, in dem ich so viele Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen sammeln durfte vergangen ist. Dieses mal möchte ich mir die Zeit nehmen und euch an meinen Highlights im Jahr 2017 teilhaben lassen. Keine Angst, es handelt sich dabei nicht um einen gefühlsduseligen Jahresrückblick 😉 , manchmal ist es jedoch wichtig, sich Erlebnisse auch noch einmal in einer ruhigen Minute vor Augen zu führen und auch einmal stolz auf sich zu sein 🙂 !

Man muss es fast ein sogenanntes „Dauer-Highlight“ nennen. Aber im Bezug auf unser Projekt Sailing Benko, ist es mir einmal wieder richtig bewusst geworden, wie wichtig die Familie und Freunde sind. Wir haben im Jahr 2017 bereits so viel Zuspruch und Unterstützung von unseren Familien und von unserem Freundeskreis bekommen, um diesen Traum umzusetzen und sind dafür sehr dankbar. Es tut einfach gut zu wissen, dass einem das Rückrad gestärkt wird und die wichtigsten Leute in deinem Leben an dich glauben – definitiv einen Applaus wert 🙂 !

Teneriffa, Griechenland – a Traum!  Im Jahr 2017 habe ich zwei wunderbare Segeltörns miterleben dürfen und habe das erste mal zu zweit mit Ruben ein Boot gechartert. Zu zweit eine Woche lang um Griechenland zu segeln war eines meiner top Erlebnisse im letzten Jahr. Auch wenn ich die ein oder andere Anlaufschwierigkeit hatte, denke ich immer wieder gerne an diese tolle Segelwoche zurück und aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Über die meisten „Pannen“ konnten wir sowieso im Nachhinein lachen und sie wurden zu genüge bei geselligen Abenden mit unseren Freunden erzählt 😉 . Auf die Eröffnung unserer Segelsaison im Mai 2018 freue ich mich bereits heute wie ein Schnitzel.

Es gab im Jahr 2017 immer wieder Momente an denen ich mich selbst für verrückt erklärte und dachte „Steffi, warum hast du dir das mit dem Studium in den Kopf gesetzt?“, doch schon ein paar Minuten später waren alle negativen Vibes verschwunden und ich dachte mir wieder – chacka, du hast es jetzt in fast zwei Jahren geschafft, neben der Arbeit das Studium mit durchzuziehen. Jetzt wird in den Endzügen auch nicht mehr schlapp gemacht! Ich bin definitiv stolz auf mich, dass ich im Jahr 2017 sämtliche Vorlesungen, Klausuren und Präsentationen abgeschlossen habe und mich aktuell in den Endzügen des Studiums befinde. Das Ende des Studiums ist für mich gleichzeitig auch der Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts. Der Start unserer Reise rückt immer näher und ich kann endlich in 2018 noch mehr Zeit, kreative Gedanken, Kraft, Liebe in unser Projekt Sailing Benko investieren. Es gibt einfach noch so wahnsinnig vieles Wissenswertes, dass ich mir zum Thema Segeln aneignen möchte – let´s do this in 2018!

Jetzt fliegen mir dann doch ein wenige die Herzchen um den Kopf 🙂 , was mir aber denke ich keiner verübeln wird.

Danke an meinen Captain Ruben ohne den es Sailing Benko nicht geben würde. 2017 war für uns beide ein wirklich spannendes Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen, tollen Gesprächen, einzigartigen Momenten und den besten Boots-Schninkennudeln auf der Welt 🙂 . 2018, vermute ich, wird da nochmal eins drauflegen und ich kann es kaum erwarten mit dir unseren gemeinsamen Traum umzusetzen.

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Startet alle in ein fantastische 2018! Danke 2017 du warst wunderbar!

xx Steffi

 

 

 

 

Griechenland – Türkises Wasser und blauer Finger

Für den Sommer 2017 hatten wir uns vorgenommen, über die Seite Hand gegen Koje einen passenden Segel Törn zum mitsegeln zu finden. Wir wollten diese Woche nutzen, um noch mehr Know How für nächste eigenständige Segel-Törns zu sammeln.

Nach langem Suchen entschieden wir uns für einen Segel-Törn ab Athen, Griechenland auf einem Katamaran. Wir wählten den Katamaran bewusst, da wir beide noch nie auf einem großen Cat gesegelt sind. Doch es kam alle ganz anders. Der Besitzer des Katamarans musste eine Woche vor Törn-Beginn leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Jetzt standen wir da, die Flüge waren gebucht, jedoch hatten wir keine Bleibe bzw. kein Boot in Griechenland.

Nach vielen Überlegungen gab es nun zwei Möglichkeiten, um doch eine schöne Urlaubswoche in Griechenland zu verbringen:

  1. Wir suchen uns ein Hotel in der Nähe von Athen oder
  2. Wir chartern selbst und wagen unseren ersten Segel Törn zu zweit

Nach langem überlegen und gegenüberstellen von Pro und Contra waren wir uns einig, dass ein Urlaub im Hotel uns beide nicht reizte. Wir vertrauten unserem Bauchgefühl und entschieden uns das ersten Mal zu zweit zu segeln.

Und wir hatten Glück 🙂 Ruben konnte innerhalb von drei Tagen über das Charter Portal Globe Sailor ein Segelboot buchen.

Nach einer schweißtreibenden Wanderung bei über 35°C von der Bushaltestelle zur Marina Alimos (Kalamaki) in Athen, nahmen wir am 15.07.2017 unsere Jeanneau Sun Odyssey 32i in Empfang.

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Den ersten Nachmittag verbrachten wir damit unser Gepäck und unsere Verpflegung für eine Woche zu verstauen. Der Vercharterer Athenia Yachts bietet an, über eine vorab ausgefüllte Einkaufsliste, die Verpflegung direkt an das Boot zu liefern. Diesen Luxus haben wir uns gegönnt und würde es immer wieder machen, da man meist vor Ort kein Auto zur Verfügung hat.

Den ersten Abend nutze Ruben um ein paar tolle Fotos in der Marina zu schießen. Die Abendstimmung war fantastisch und wir machten uns auf einen „kleinen“ Rundgang im Hafen auf. Der „kleine“ Spaziergang zog sich allerdings doch etwas länger, da die Marina eine der größten Griechenlands mit etwa 1.000 Liegeplätzen ist. Der Verdauungsspaziergang tat uns allerdings nach unserer Portion Schinkennudeln recht gut 😉

Am nächsten Morgen war es endlich so weit. Wir machten die Leinen los und starteten bei Sonnenschein und 17kn Wind in unser Abenteuer 🙂

Unser erstes Ziel war die Bucht Oreos Anavissou. Diese Bucht stellte vor allem mich vor eine große erste Herausforderung. Der Wind wehte mittlerweile mit 24 kn und es war mein erstes Ankermanöver. Nach ein paar Anläufen und einem blauen, geschwollenen Finger, waren wir endlich fest. An diesem Abend war ich hauptsächlich mit dem kühlen meines Fingers mit Hilfe von Bier und Cola Dosen beschäftigt 😉 Da der Wind leider nicht nachließ und in der Nacht der Ankeralarm des öfteren loslegte, machten wir uns am nächsten Tag, nach einer schnellen Schüssel Cornflakes auf zu einem etwas ruhigeren Plätzchen.

Wir entschieden uns für eine Bucht bei Nisos Aigina und genossen einen wundervolle Segeltag bei durchschnittlich 7 kn Wind und der blaue Finger war schnell vergessen.  Wir ankerten in einer wunderschönen Bucht mit glasklarem Wasser. Diese Bucht verfügte außerdem über einen niedlichen Strand, mit einer weißen Strandbar, in der wir uns ein kühles Getränk genehmigten.  Nach einem schönen Badetag genossen wir bei einem Glas Rotwein die tolle Abendstimmung und beobachteten die anderen Boote, die es sich bei uns in der Bucht gemütlich machten. Ein Gefühl von angekommen sein machte sich breit.

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Ein Vorteil am Segeln zu zweit ist uns ganz schnell bewusst geworden. Es ist noch erholsamer, wenn man spontan und ohne große Abstimmungen entscheiden kann, wie und wo man den Tag verbringt.

Gesagt, getan! Wir blieben eine zweite Nacht in der Bucht und nutzten die Zeit um ein paar Unterwasseraufnahmen mit der GoPro zu machen, die neue Kamera von Ruben zu testen und einfach zu relaxen. Frei nach dem Motto „Keine Termine und leicht einen sitzen“

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Nachdem wir nun einen Tag lang die Beine hochgelegt hatten, entschlossen wir uns weiterzusegeln. Als dritte Destination suchten wir uns zwischen dem Korinth-Kanal und Korfos eine passende Bucht aus, um dort eine Nacht zu verbringen. Wir entschieden uns für den am besten bewerteten Hafen; Korfos. Da wir ohnehin etwas Trinkwasser Nachschub brauchten, entschieden wir uns mit dem Dingi an Land zu paddeln. Leider war unser Dingi von den Vormietern schon etwas in Mitleidenschaft gezogen worden und die Paddel hielten leider nicht in den Verankerungen wie sie sollten. So drehten wir den ein oder anderen ungewollten Kreis im Dingi – hatten aber viel zu lachen.

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Da sich unser Urlaub leider schon dem Ende neigte, suchten wir uns für die letzte Nacht eine Bucht in der Nähe von Athen aus. Diese Bucht war tatsächlich mein persönliches Highlight und ich wollte gar nicht an die Rückreise nach Deutschland denken.
Die Bucht Salamis. Der Hafenführer beschreibt sie als „ein lauschiges Plätzchen“ und das trifft es zu 100%. Abgesehen vom türkis blauen glasklaren Wasser, liegt die Bucht sehr geschützt und wir haben dort einen wunderbaren vorletzten Urlaubstag verbracht.

Am nächsten morgen ging es dann nach einem entspannten Frühstück und einer Schnorchel und Schwimmrunde zurück Richtung Heimathafen Animos (Kalamaki). Die Fahrt in Richtung Hafen war beeindruckend, da bereits einige Seemeilen vor dem Hafen riesige Containerschiffe und eine Reihe von ausgebrannter Kreuzfahrtschiffe liegen.

Am letzten Abend machten wir es uns in der Hafenkneipe bei einer Runde Caipi gemütlich und ließen unsere wunderschöne und teilweise aufregende Woche in Griechenland revue passieren.

Das Video zu unserem Törn findet Ihr auf unserer Videoseite

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Mein persönliches Fazit aus diesem Törn:

  • Es gibt noch viel zu lernen
  • Übung macht den Meister
  • Wir sehen uns wieder Griechenland

xx eure Steffi

Auf dem Weg zur First Mate

Alles startete auf unserem Roadtrip durch die USA im Jahr 2016.
Die langen Autofahrten von Seattle nach Oregon gaben uns viel Zeit um unseren aktuellen Alltag und unsere Träume und Wünsche für die Zukunft zu besprechen…

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Es gab diesen Moment wo ich wusste, dass Ruben und ich den gleichen Wunsch in unseren Köpfen haben – REISEN.

Den Luxus von regelmäßigen Urlauben und Reisen durfte ich schon seit meiner Kindheit genießen. Schon damals ging es regelmäßig mit meinen Eltern in den Ferien und selbstverständlich dann mit den Freundinnen auch alleine on Tour :-). Meistens haben wir die Urlaube in Hotels oder auch Ferienwohnungen verbracht und eine tolle Zeit dort genossen.

Das Reisen ohne Trubel, ohne sämtliche Umwelteinflüsse und aus einer ganz neuen Perspektive, habe ich aber erst durch Ruben kennengelernt.

Das Segeln!

Durch seine große Begeisterung am Segeln hat es natürlich nicht lange auf sich warten lassen, bis ich zu meinem ersten Segel Törn nach Elba angemeldet war. Den Törn startete ich mit zweigeteilten Gefühlen. Einerseits habe ich mich riesig auf diese neue Art des Reisens gefreut, auf der anderen Seite war mir auch etwas mulmig zumute und ich fragte mich, ob denn das reisen mit einem Segelboot das richtige für mich ist.

Nach dieser ersten Segelwoche waren aber alle Bedenken verflogen und ich hätte den Urlaub am liebsten gleich nochmal um eine Woche verlängert 🙂 . Das erste mal Nachts im Schlafsack in einer einsamen Bucht den Sternenhimmel zu betrachten, stundenlang zu guter Musik das Wellenbild auf dem Meer auf sich wirken zu lassen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, all dass wollte ich so schnell wie möglich noch einmal erleben.

Bei meinem ersten Schnupper-Törn war ich höchstwahrscheinlich nicht das hilfreichste Teammitglied an Board, ich nahm aber für mich persönlich einen sehr wichtigen Punkt mit: Erfahrung sammeln ist das wichtigste beim Segeln, um in Stresssituationen ruhig bleiben zu können!

Um diese Erfahrungen zu sammeln und bei nächsten Törn schon etwas tatkräftiger an Board mitwirken zu können, planten wir gleich im Anschluss unseren nächsten Segelurlaub!

xx Steffi